Arroganz der Stadt Emden


Hier das Schreiben der Stadt Emden als Antwort an meinen Anwalt, der Herrn Bornemann am 06.11.2017 angeschrieben hat, Stellung zu nehmen, warum seitens der Verantwortlichen der Stadt auf meine Mails nicht geantwortet wurde.

Auf meine Bitte sich mit uns vor Ort die Begebenheiten anzusehen wurde nicht reagiert und erst nachdem sie das Schreiben von meinem Anwalt erhalten haben, haben sie zusammen mit dem Entwässerungsverband sich angeblich (dabei müssen alle Beteiligten Tomaten auf den Augen gehabt haben) die Lage vor Ort angeschaut. Obwohl der Entwässerungsverband hier überhaupt nicht zuständig ist, soll für mich nun der Eindruck entstehen das auch sie ihr OK gegeben haben, dass hier alles in Ordnung ist.

Wie schon an anderer Stelle geschrieben, liegt mein Grundstück hier an der Straße an niedrigster Stelle und hier habe ich einen Wasserstand von 60 cm, während zum Seedeich der Graben teilweise nur wenige cm führt. Wenn man sich die Lage hier vor meiner Tür angeschaut hätte, was aber nicht gewollt war, hätten alle Beteiligten sehen können, dass das Wasser im Graben genau den gleichen Pegelstand hat, wie auf dem Feld. Wenn nun bei Dauer- oder Starkregen das Wasser im Graben nicht schnellgenug abfließen kann, wie auch?


so fließt das Wasser zuerst aufs Feld, bevor es dann langsam zurück fließt. Mit dem Hinweis auf die Drainageleitung soll hier nun wohl alles in bester Ordnung sein, dabei ist es aus meiner Sicht nur ein Ablenken von ihrer 30 jährigen Unfähig- und Untätigkeit.
Weiterhin schreiben sie, dass der Graben, soweit er sich in der Unterhaltungspflicht der Stadt Emden befindet, ordnungsgemäß unterhalten war. Dazu kann ich nur sagen, dass wohl an der Stelle, wo sie sich den Graben angeschaut haben, nicht die Stadt dafür gesorgt hat, dass der Graben ordnungsgemäß unterhalten war, sondern der Anlieger selber.



Mit dem Entwässerungsverband habe ich schon öfter gesprochen, sie waren nie bei mir, weil unsere Gräben zur III Ordnung gehören und sie somit überhaupt nicht zuständig sind, deshalb ist es schon witzig das sie schreiben sie hätten sich zusammen mit dem Entwässerungsverband hier vor Ort sich die Lage angeschaut. Mit uns betroffenen setzen sich sie sich nicht zusammen, aber mit Leuten die hier nichts "verloren" haben, schon.

Der Satz „Von Seiten des Bau- und Entsorgungsbetriebes der Stadt Emden wird der Zustand des Grabens regelmäßig kontrolliert“ ist eine glatte Lüge.
2015 kam erst jemand von der Stadt nach dem wir dringendst darum gebeten haben und erst wie er sah, dass das Wasser aus den Gräben aufs Feld floss und nicht in die zuständigen Abwässerungsgräben, wurde hier Abhilfe zugesagt.
2016 haben wir nochmals darum gebeten sich den immer noch unbefriedigenden Zustand hier anzuschauen und es wurde auch hier Abhilfe zugesagt, doch geschehen ist nichts.

Wenn wir nun in Zukunft „Anfallende Mehrmengen an Niederschlagswasser auf unseren eigenen Grundstücken zurückhalten müssen“, wird uns bestimmt in absehbarer Zeit auferlegt einen Wall um unser Grundstück zu bauen, denn, dass wir auch in Zukunft Starkregen zu erwarten haben, ist so sicher wie das Amen in der Kirche.

Schreiben der Stadt Emden:

Laut Mitteilung des Fachdienstes Umwelt der Stadt Emden fand am 13.11.2017 ein Vor-Ort-Termin gemeinsam mit dem Bau- und Entsorgungsbetrieb, dem Ersten Entwässerungsverband Emden und der Unteren Wasserbehörde statt.
Bei diesem Ortstermin ist festgestellt worden, dass der Straßenseitengraben (Flurstück 5/1, Flur 8, Gemarkung Wybelsum), soweit er sich in der Unterhaltungspflicht der Stadt Emden befindet, ordnungsgemäß unterhalten war. Auch der Gewässerabschnitt (Flurstück 15, Flur 9, Gemarkung Wybelsum), welcher sich im Eigentum und der Unterhaltungspflicht des Wasser- und Schifffahrtsamtes befindet, war ordnungsgemäß unterhalten. Eine Beeinträchtigung lag nicht vor.
Von Seiten des Bau- und Entsorgungsbetriebes der Stadt Emden wird der Zustand des Grabens regelmäßig kontrolliert und dieser legt daraufhin den Unterhaltungsaufwand fest.
Der Straßenseitengraben dient der Entwässerung der Straße und der direkten Anlieger. Die Ländereinen hinter den Grundstücken entwässern über eine im Herbst 2017 neu verlegte Drainageleitung in Richtung Gemüseschloot (Gewässer II. Ordnung).
Die privaten Entwässerungsgräben, die in den Straßenseitengraben einmünden, sind von den jeweiligen Grundstückseigentümern zu unterhalten.
Anfallende Mehrmengen an Niederschlagswasser sind von den jeweiligen Grundstückseigentümern auf dem eigenen Grundstück zurückhalten, bevor sie über eine öffentliche Regenwasserkanalisation oder aufnahmefähige Vorfluter entsorgt werden müssen.
Da bei dem Ortstermin keine Versäumnisse bezüglich der Gewässerunterhaltung festgestellt worden sind und im Herbst 2017 eine neue Drainage von dem Eigentümer der landwirtschaftlichen Fläche verlegt worden ist, betrachte ich diese Angelegenheit aus diesseitiger Sicht als erledigt.
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Wenn aus Sicht der Stadt Emden die Angelegenheit hiermit erledigt ist, so ist das Schreiben und die Haltung der Verantwortlichen der Stadt Emden aus meiner Sicht an Arroganz nicht mehr zu überbieten.

Wenn in Zukunft die Gesetzeslage laut Aussage des Entwässerungsverbandes so aussieht, dass selbst bei Starkregen nichts mehr zum abfließen des Wassers getan werden darf, dann können sie die Deiche noch so hoch bauen, Ostfriesland wird trotzdem absaufen.

Die Politiker und allen voran die Grünen, die im Bundestag mit Konfetti um sich werfen und dieses Gesetz veranlassen, haben den Schuss sowieso nicht gehört.

Dann ist auch ein Appell von Reinhard Behrends, OZ 26.07.2016 „Von der großen Bedeutung kleiner Gräben“ und von Jan van Dyk, EZ 22.07.2016 „Verband richtet Appell an die Bürger“ aus meiner Sicht bedeutungslos, außerdem gewinne ich immer mehr den Eindruck das es in Wirklichkeit niemanden zu interessieren scheint, wenn in Ostfriesland alles unter Wasser steht, da können die Zeitungen noch so viel (zur Zeit fast täglich) schreiben.


Hier habe ich keine weiteren Fotos eingestellt, die anderen Seiten von mir verdeutlichen alles zur Genüge.

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